Dienstag, 9. August 2011

Robben Island - die Gefängnisinsel für politische Gefangene

Hiermit möchte ich den Bericht beginnen, denn der Besuch auf Robben Island war beeindruckend. Ein ehemaliger Gefangener macht die Gefängnisführung zu einem sehr fesselnden Moment und bringt die Stimmung, die dort geherrscht haben muss, wohl am Besten rüber. Auf dieser Insel wurde Nelson Mandela 18 Jahre lang gefangen gehalten und ihm ist es zu verdanken, dass den Gefangenen später erlaubt wurde, in dem Gefängnis Sport zu treiben und zu studieren, weshalb auch von Mandela University gesprochen wird. Bewundernswert und konsequent ist, dass er die zwischenzeitige Freilassung abgelehnt hat, da sie an die Bedingung geknüpft war, seine politische Gesinnung zu ändern. Heute wohnen auf der Insel noch 100 Leute, die alle für das Museum arbeiten. Ansonsten wirkt die Insel recht ausgestorben, während sie noch im 2.Weltkrieg als militärischer Stützpunkt genutzt wurde. Die Häuser der dort ansässigen Soldaten sind allerdings nur noch Ruinen.

Am Freitag Abend ging es eher sportlich-fröhlich zu beim Fussballspiel von Ajax Cape Town gegen Supersport United. Wir fanden ein völlig leeres Stadium vor, in das 55 000 Menschen passen. Hier wird klar, dass Rugby die Nummer 1 ist, denn zum Fussball wird das Stadium nur zweimal im Jahr richtig voll... Nichtsdestotrotz war die Stimmung großartig und besonders überzeugt haben überraschenderweise die Fans der nicht spielenden südafrikanischen Topmannschaft "Kaiser Chiefs", die zu jedem Spiel kommen und die Kurve in eine Party verwandeln. Das sind wahre Fans! Ebenso überwältigt waren die Bierpreise im Stadium: umgerechnet 1,50 € pro Bier. Ja Weserstadion, da kannst Du Dir mal ein Beispiel dran nehmen... Ein verdientes 5:2 für Ajax hat letztendlich für gute Unterhaltung gesorgt.
Als Zwischenstopp oder zum Vorglühen kann ich den Bombay Bycicle Club empfehlen, sehr exotische Bar mit verkleideten und bunt geschminkten Bedienungen, die einem spannende Drinks zu unschlagbaren Preisen mixen. Die Einrichtung ist speziell: Stühle hängen an der Decke, man sitzt zum Teil auf Schaukeln und an der Wand sitzen zahlreiche dieser hässlichen japanischen Winke-Katzen. Ein Erlebnis, dass sehr zu empfehlen ist.















Am Sonntag waren wir dann selber sportlich: Der Aufstieg zum Tafelberg stand auf dem Programm und war härter als erwartet. 1000 m ging es bergauf und so manch einer ist schon tödlich vom Weg abgekommen - nein, vermutlich nicht auf unserer Route. Aber oft kamen uns schon die Gedanken: in Deutschland gäbe es hier jetzt einen Zaun oder Geländer in Richtung Abhang. Es lohnt sich aber den Weg zu wandern denn die Aussicht auf die Stadt ist wahnsinnig schön und wir waren stolz wie Oskar, als wir den Gipfel gestürmt haben.



















Heute ist in Kapstadt Women's Day - ein offizieller Feiertag, an dem nahezu alle frei haben, auch die Männer?!? Außer all diejenigen, die für ein ausländisches Unternehmen arbeiten. Tja, Pech gehabt... Aber dafür wurde ich entschädigt mit einem Sonnenuntergang am Signal Hill, einem Ort an dem sich jeden Abend Hunderte von Menschen zum Picknick oder Wein versammeln und den Ausblick genießen. Ich denke die Bilder sprechen für sich!




































1 Kommentar:

  1. Das sieht ja alles sehr gut aus. Ich freue mich für euch. Lasst es euch gut gehen.

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