Tag 5
Wie erwähnt haben wir auf einer sehr netten Guest Farm in Solitaire übernachtet. Die erste Nacht in einem Charlet, weil wir einfach zu müde waren, unser Zelt noch aufzubauen... Aber wirklich empfehlen können wir den Zeltplatz mit eigenem Badezimmer unter freiem Himmel. Ein Traum: Duschen oder auf dem Klo sitzen und dabei den Sternenhimmel betrachten. Und in Namibia ist ein gigantischer Sternenhimmel!



Zunächst sind wir morgens nach Sesriem gestartet und haben uns die Dune 45 angeschaut und auch "bewandert", was eine ziemliche Tortur ist bei den heißen Temperaturen... Anschließend ging es zum Sesriem Canyon, der im Vergleich zum späteren Fishriver Canyon etwas enttäuschend war da er ziemlich klein ist, und auf der Liste aller Touri-Safaris steht... Also zu viele Menschen!

Zum Abend ging es dann auf Cheetah-Safari von der Guest Farm aus. Sie haben ein Cheetah-Auffang- und Auswilderungsprojekt gestartet Anfang des Jahres und sind gerade dabei, 4 Geparden wieder aufzupäppeln und auszuwildern. Mit Peilsender haben wir uns auf die Suche in einem riesen Gehege gemacht und drei der 4 Tiere gefunden und sogar beim Zerfleischen eines Springboks beobachten können. Diese Tiere sollten 6 Tage später in die freie Wildbahn entlassen werden.







Abends gab es - wie immer großartiges essen und unbedingt zum Nachkochen zu empfehlen: Kürbis und Süßkartoffel in Butter in einer hohen Pfanne "frittieren" - herrlich süß.

Tag 6
Fahrt nach Swakopmund durch sagenhafte Landschaft. Man glaubt mal wieder, man ist im Auenland bei Herr der Ringe! Und wir sehen Zebras in freier Wildbahn direkt an der Straße. Innerhalb von 300 km verändert sich die Landschaft komplett: auf einmal zieht sich der Himmel zu und wir gelangen in die Wüste... Die direkt ins Meer führt. Irre!



Swakopmund dagegen eher unspektakulär, wobei nein: wir erlitten einen Kulturschock! Endlich wieder Menschen und Zivilisation! Und der Ort sieht zu 100 % wie ein Nordseekurort aus. "Willkommen in Dangast "... Oder so! Nicht umsonst gilt Swakopmund als deutscheste Stadt Namibias. Hier kommt die deutsche Kolonialzeit voll durch: Straßenschilder und Hotels haben deutsche Namen, wir bekommen die allgemeine deutsche Zeitung für Namibia und werden im Café auf deutsch begrüßt. Verrückte Welt!
Tag 7
Heute wird es irre: Es geht so ziemlich alles schief, was schief gehen kann... Und trotzdem sind wir Sonntagskinder und kommen aus allem glimpflich raus. Zunächst starteten wir -natürlich wieder vor dem Aufstehen- nach Sussusvlei und Death Vlei. Rote Dünen und ein ganz alter, toter Baumbestand erwarten uns. Man sagt, die Bäume seien 800 Jahre alt. Eine grandiose Location um 1000e von Bildern zu machen! Ich habe mich bemüht, es im Rahmen zu halten.







Dann nahm das Theater seinen Lauf:
Wir beratschlagen noch, ob wir tanken - kamen aber zu dem Schluss, dass wir mindestens noch 2 Tankstellen erreichen mit dem Tank... Dann fahre ich jedoch einen 80km Umweg, drehe mich auf schlitteriger Gravelroad einmal mit dem Auto um die eigene Achse (war filmreif denn wir sind auf der Straße geblieben, wenn auch fertig mit den Nerven) und zu guter letzt ist dort keine Tankstelle mehr, wie auf der Karte eingezeichnet. Dem Schild nach zu urteilen ist die da auch schon ewig nicht mehr. Naja, und zur nächsten reicht es durch meinen gefahrenen Umweg nicht mehr... Also 100 km zurück (80 davon mit blinkender Tankleuchte!) Es passte, ein Wunder! Aber nicht, dass das genug gewesen wäre... Nein, nachdem Andreas den Filter - mal wieder im absoluten Nichts - geprüft hat, steigt er ins Auto mit dem Kommentar: "Ich glaub wir haben ein Loch im Reifen, es klingt so..." Herrje, was sollte noch passieren. Nachdem wir auch bereits keine Getränke und Bargeld mehr bei uns hatten und die Chance, dass eine Tankstelle Samstags nachmittags geöffnet hat nicht besonders hoch ist... Aber wir hatten wieder einmal unverschämtes Glück und haben den Reifen für umgerechnet 3 Euro geflickt bekommen. Um 23:00 Uhr waren wir dann an unserem Ziel, dem Canyon Roadhouse angekommen und das Zelt war aufgebaut für die letzte Nacht! Was für ein Tag!!!

Tag 8
Heute geht es zum Fishriver Canyon - wow, der ist schon beeindruckend... Und hier sollte man definitiv länger bleiben und einen der vielen Hiking Trail testen. Aber wir sind zu geschafft, und der Gedanke, noch einen Tag in Kapstadt zu haben bevor ich wieder arbeiten muss, ist einfach zu verlockend. Also stoppen wir nur noch einmal für 2 Stunden in Ai Ais und genießen es, den kostenlosen Pool zu nutzen und ein wenig zu chillen, ehe es dann nochmal 9 Stunden dauerte, ehe wir Kapstadt erreichten. Um 1:00 Uhr Nachts fielen wir dann totmüde aber mit unglaublich vielen Eindrücken in unser kleines 90cm Bett ;-). Ich freue mich auf mein Bett zu Hause!



Und ein letztes Highlight: Andreas in Kapstadt im Barber-Shop

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen